Am Mittwoch, den 17. Juni 2026 fand auf dem Gelände der Firma Beinschab Entsorgung GmbH in Fohnsdorf eine gemeinsame Einsatzübung der Feuerwehren Fohnsdorf und Pöls Ort statt.
Übungsannahme war ein Kleinbrand im Bereich der Sozial- und Waschräume im Abfallsammelzentrum Fohnsdorf. Ein Mitarbeiter wurde dabei vermisst, ein weiterer Mitarbeiter verletzte sich im Zuge der Flucht und blieb verletzt auf einem Dach einer Lagerhalle zurück.
Nach der Erkundung durch den Einsatzleiter LM Daniel Walzl wurde von der Feuerwehr Pöls Ort umgehend ein Innenangriff zur Menschenrettung und Brandbekämpfung durchgeführt.
Der Übungsbefehl für die Feuerwehr Fohnsdorf war die Rettung der verletzten Person auf dem Hallendach und die Herstellung einer Wasserversorgung für das TLFA-4000 Pöls.
Ziel der gemeinsamen Übung war neben der Zusammenarbeit der Einsatzkräfte mit den verantwortlichen Mitarbeitern auch ein Kennenlernen der Örtlichkeiten im Abfallsammelzentrum Fohnsdorf.
Im Zuge der Übungsbesprechung bedankte sich Geschäftsführer Wolfgang Beinschab bei allen Anwesenden für die Bereitschaft zur Durchführung solcher Übungen und betonte gleichzeitig die Notwendigkeit dieser.
„Wenn man die Medien verfolgt, werden Brände in österreichischen Abfallsammelzentren (ASZ) und Recyclingbetrieben sehr häufig durch falsch entsorgte Lithium-Ionen-Akkus oder Batterien im Hausmüll bzw. Sperrmüll ausgelöst.“
Durch das Verpressen im Müllwagen oder in Containern entstehen dabei oft gefährliche Explosionen und Schwelbrände. Die Entsorgungswirtschaft kämpft seit Jahren mit diesem massiven Problem. Einige konkrete Vorfälle und Entwicklungen der jüngeren Zeit zeigen das Ausmaß.
In der Entsorgungsbranche ist der Ruf nach einem Pfandsystem für Batterien und Lithium-Ionen-Akkus nicht mehr zu überhören. Das würde nicht nur die Brandgefahr reduzieren, sondern auch die Rückgewinnung wertvoller Rohstoffe in den Batterien verbessern.
Angedacht ist, dass Kunden Batterien sowohl im Handel als auch bei öffentlichen Recyclingbetrieben zurückgeben können. Die Pfandsumme könnte sich je nach Größe des Energiespeichers – von der Mini-Batterie bis zum Akku für E-Bikes – zwischen einem und 50 Euro bewegen.
Abschließend wurden bei einer kühlen Erfrischung am runden Tisch interessante Gespräche zwischen den Feuerwehrmitgliedern und den anwesenden Mitarbeitern der Firma Beinschab Entsorgung geführt.











